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Zentralasien

 

Wer kennt nicht solch klangvolle Namen wie Taschkent, Bukhara oder gar das sagenumwobene Samarkand und das geheimnisvolle Karakol?

 

In dieser Episode hat es Ian Wright dieses Mal in die wilden und noch ursprünglichen Landstriche der ehemaligen und jetzt selbständigen Sowjetrepubliken Usbekistan und Kirgisien verschlagen.

 

Zu Beginn seiner Reise muss Ian Wright den beschwerlichen Weg durch die erbarmungslos heiße Wüste Usbekistan im Seitenwagen einer alten Ural-Maschine nehmen. Viel Geduld und Wasser sind die Grundvoraussetzungen für diese überaus anspruchsvolle Reise. Nicht viel komfortabler sind die öffentlichen Verkehrsmittel wie Autobus und die wenig vertrauenerweckenden Flugzeuge aus Sowjetzeiten. Seine erste Station ist die altehrwürdige Stadt Khiva, der man heute noch ihren früheren Reichtum ansieht.

 

Einst wichtiger Handelsplatz für Gewürze, Gold und Waffen, gleicht sie heute einem riesigen Freilichtmuseum. Grundsätzlich ist es für Reisende in Usbekistan obligatorisch, sich bei Ankunft in einer Stadt, direkt bei der Polizei anzumelden. Die von Ian gewählte Reisezeit, September, bietet einem Reisenden nahezu täglich die Möglichkeit, an einer einheimischen Hochzeit teilzunehmen. Nach überstandenem Ringerwettbewerb, dem traditionellen Abschluss einer Hochzeit, macht sich Ian in sehr früher Morgenstunde auf nach Bukhara .

 

Aufgrund der extremen Hitze sollten sich Reisende grundsätzlich früh auf den Weg machen. Gemeinsam mit seinem Führer und einem alten klapprigen Lada macht er sich auf die achtstündige Reise durch die Wüste. In Bukhara angekommen erwartet ihn ein im Stadtzentrum gelegenes, mehr als 400 Jahre altes Schwimmbad. Diese einmalige Gelegenheit der Erfrischung sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, wenngleich die bescheidene Wasserqualität den Schwimmenden dazu zwingt, den Mund am besten geschlossen zu halten. Bukhara ist auch heute noch das religiöse Zentrum des Islams in dieser Region. Viele junge Menschen kommen in die 3.000 Jahre alte Stadt, um die islamische Religion zu studieren. Während der Sowjetzeit war es verboten, die Religion aktiv auszuüben. Mit der Unabhängigkeit 1991 kam die alte Tradition wieder zurück. Ian lässt sich ausgiebig vom alten Imam die Gebetsriten erklären. Die einzige Übernachtungsmöglichkeit bietet das zu Sowjetzeiten in typischer Plattenbauweise errichtete Stadthotel. Auch hier sollte man jeglichen Gedanken an Luxus streichen. Doch die freundliche und zuvorkommende Art des Personals lässt vieles vergessen. Beim Teetrinken und Dominospielen kommt Entspannung und Wohlbefinden auf.

 

Seine Reise ins Umland führt Ian durch die riesigen Baumwollplantagen, die in Sowjetzeiten in der Wüste angelegt wurden. Noch heute ist Baumwolle das wichtigste Exportprodukt Usbekistans . Nach neun Stunden Zugreise erreicht er das prachtvolle Samarkand . Das hiesige Hotel ist leider mit 60 US-Dollar hoffnungsvoll überteuert und extrem schlecht. Besser ist es, sich nach einer privaten Unterkunft umzusehen, was aber kein großes Problem darstellt. Leider ist von der ehemaligen Pracht der Stadt nicht viel übrig geblieben, da die Sowjets versucht haben, aus Samarkand eine moderne Stadt zu machen - leider misslang dies: Die ehemalige Hauptstadt der Seidenstrasse gleicht heute einer traurigen Plattenbausiedlung. Ian macht sich weiter zur Hauptstadt Taschkent . Die Millionenstadt ist heute die größte und internationalste Stadt der Region. Nach der totalen Zerstörung Taschkents 1966 durch ein Erdbeben, haben sich auch hier die sowjetischen Architekten mehr als verwirklicht. Taschkent ist sicherlich einer der besten Plätze, um zusammengeführt an einem Ort die kulturelle und ethnische Vielfalt Usbekistans zu erleben. Von Taschkent aus setzt Ian seine Reise durch Zentralasien fort in Richtung Kirgisien. Ein anderes Land, eine völlig andere Sprache und Kultur erwartet ihn.

 

Sein erstes Reiseziel in Kirgisien ist Bischkek , die Hauptstadt. Obwohl alle Erinnerungen an die Sowjetzeit nicht mehr existieren, ist auch hier ihre frühere Zugehörigkeit nicht zu verheimlichen. Von Bischkek aus führt Ians Reise zum zweitgrößten See der Welt, zum Issyk-Kol-See . Das 2.000 Meter hoch gelegene Gewässer liegt im Grenzgebiet zu China , die in früheren Jahren Atomwaffentests auf dem Grund des Sees durchgeführt haben - man sollte hier in jedem Fall von einem Bad absehen. Von hier aus startet Ian hoch zu Ross mit seinem Führer eine Tour durch die angrenzenden Berge, um dort die traditionelle Jagd mit dem Adler kennen zu lernen.

 

Auch heute noch ist das Pferd das wichtigste Nutztier Kirgisiens . Ian überzeugt sich hiervon bei seinem Besuch wilder, traditioneller Reiterspiele. Ian hat in Erfahrung gebracht, dass es von Karakol aus möglich ist, einen spektakulären Helikopterausflug für wenige Dollar ins benachbarte Grenzgebiet zu China zu unternehmen. Es gelangen ihm faszinierende Bilder unter anderem vom Heli-Skiing. Die Stadt Karakol ist ebenfalls Ausgangspunkt ins Arschahne-Tal. Die dort lebenden Menschen sind auch heute noch Nomaden, die sich selbst zu Sowjetzeiten nicht unterjochen ließen. Zu Ehren ihres Gastes wird ein Schaf geschlachtet.

 

Ian wird die große Ehre zuteil, die Augen essen zu dürfen. Mit diesem Höhepunkt der zentralasiatischen Gastfreundschaft endet eine überaus interessante und erlebnisreiche Reise durch ein in der westlichen Welt noch nahezu unbekanntes Gebiet.

 

 

 

 

Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com

 

 

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Season: 2
Folge: 02
Land: Usbekistan , Kirgisien
Traveller: Ian Wright

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Fotos aus dieser Episode

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