Ian Wright beginnt seine Reise an der weitgehend
unbekannten Ostküste
Sansibars
, wo er Muscheln und Algen findet. Letztere
fallen im Praxistest jedoch durch, nicht einmal die Einheimischen mögen
die, von Japanern heiß geliebten Algen, sie werde nur für den asiatischen
Markt verwendet und natürlich für japanische Touristen. Aber auch viele
Gewürze wachsen auf der Trauminsel, das schlägt sich dann auch in
wunderbaren Reisgerichten nieder.
In
Sansibar
Stadt findet sich der Traveller Ian in
den verwinkelten Gassen kaum zurecht, hinter jeder Ecke des Schmelztiegels
kann eine neue Überraschung lauern. Heute sind 98 Prozent der Einwohner
Moslems. Trotzdem findet sich inmitten der Stadt eine gigantische
Kathedrale, Symbol der Sklavenzeit, die in
Sansibar
ihre Spuren
hinterlassen hat. In kleinen Räumen wurden schon mal 150 Menschen
verwahrt, bevor sie auf dem Sklavenmarkt verkauft wurden. Von diesen
überlebten die Enge gerade mal sechs Prozent. Aber
Sansibar
hat nicht nur
traurige Seiten, es ist auch berühmt für seine außergewöhnlich schönen,
alten Haustüren. Früher wurden sie schon mal exportiert, heute sind sie
geschützt. Nachdem sich Ian auf dem Nachtmarkt der Stadt noch gestärkt
hat, geht es weiter aufs tansanische Festland, nach
Dar es Salaam
.
In
Dar es Salaam
geht es äußerst relaxt zu. Nach
einer ausgedehnten Shoppingtour mit traditionellen Schnitzereien, muss Ian
vor der Hitze erst einmal ins gekühlte Hotel flüchten. Am Abend wird im
Euro Pub gefeiert, wo der Weltreisende viele Backpacker trifft, die das
Bier in Strömen fließen lassen - sonst ist das Nachtleben hier eher
weniger ausgeprägt.
Weiter geht es für Ian mit dem Zug nach
Sambia
, wo
ein Nationalpark, größer als die
Schweiz
, sein Ziel ist. Auf seiner Safari
trifft Ian von Elefanten über Nilpferde bis zu wilden Hunden fast alles.
Bevor es zum "Place to be" in Sachen Safari geht, in die Serengeti, macht
Ian aber noch Zwischenstation in einer geschützten Schimpansenstation.
Hier wird täglich der Spagat zwischen Tourismus gegen die leeren Kassen
und Tierschutz vollzogen. Die Tiere sollen weitgehend unberührt von den
Menschen leben, in ihren angestammten Revieren, in ihren natürlichen
Gemeinschaften.
Die Serengeti übt eine besondere Faszination auf den
Besucher aus. Den Reiz dieses Gebietes macht natürlich zum einen die
Tatsache aus, dass dies die Heimat der stolzen Massai ist, zum anderen,
dass hier eine unglaublich ausgeprägte Vielfalt an Tieren herrscht. Nicht
zuletzt aber, liegt hier in der Serengeti auch die Wiege der Menschheit.
Ian wird mit seiner Gruppe in einem Zeltlager übernachten, was in dieser
Umgebung ein eher unruhiges und aufregendes Unterfangen zu werden
verspricht. Am nächsten Tag geht es mit einem Ballon über die Weiten der
Serengeti. Manch einer genießt von dort oben einen unglaublichen Ausblick
auf die Tierherden und hört dazu klassische Musik. Besonders aber die
Landung im Liegen ist eher ungewöhnlich.
Ians letzte Station
in Ostafrika ist der
Kilimandscharo
. Wenn er schon mal hier ist, möchte er
ihn natürlich auch besteigen. Dies gestaltet sich nicht so einfach und vor
allem nicht so billig. Ohne einen Guide sollte man den Aufstieg nicht
angehen. Außerdem muss der Trekker vier Tage nach oben und einen Tag nach
unten schon einplanen. Der Lohn der ganzen Mühe? Ein faszinierender
Sonnenaufgang über den Wolken. Aber war das wirklich, wie versprochen,
besser als Sex? In jedem Fall war es ein überaus gelungener Schlusspunkt
für eine erlebnisreiche Reise.