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Chile und die Osterinseln

 

Die Grenze von Bolivien nach Chile kann Ian mit einem Truck überqueren. Der Fahrer erzählt, dass der Name 'Chile' von den Ureinwohnern stammt. Sie nannten das Land nach einem Vogel, dessen Ruf sich wie 'chile chile' anhörte. Ian Wright wird das sicherlich prüfen können, während er in dieser Episode bereist.

 

Chile ist das längste Land der Welt. Bei einer durchschnittlichen Breite von nur 180 Kilometern ist Chile über 4.000 Kilometer lang und reicht von den Tropen bis zur Antarktis über 39 Breitengrade. Der Norden Chiles wird von der Hochlandwüste Atacama durchzogen, die als das trockenste Gebiet der Welt gilt. Die Region ist reich an Mineralien, wie Kupfer, Salpeter und Kochsalz und stellt seit über einem Jahrhundert die Grundlage der chilenischen Wirtschaft dar.

 

Für den Lonely Planet-Traveller Ian sind vor allem die archäologischen Schätze dieser Gegend von Interesse. Fast 400 geheimnisvolle Erdzeichnungen überziehen bei Pintados die Berge der Küstenkette. Die so genannten 'Geoglyphen' stammen aus den Jahren 500 bis 1450 vor Christus. Den Wissenschaftlern sind die Zeichnungen noch immer ein Rätsel.

 

Von den Geoglyphen Pintados fährt Ian weiter nach San Pedro , einst ein wichtiger Stop auf dem Weg zwischen Bolivien und den riesigen Salpeterfeldern der Atacama -Wüste. Heute ist sie ein beliebter Ferienort für Chilenen und Gringos. Ian interessiert sich vor allem für das archäologische Museum, das Chiles bedeutendste Sammlung präkolumbianischer Geschichte beherbergt. Zweieinhalb Stunden nördlich von San Pedro liegt das Tatio-Geysirfeld, es ist mit seinen 4.300 Metern das höchste der Welt.

 

Vom Altiplano aus fliegt Ian nach Süden, um das berühmte Observatorium Cerro Tololo zu besuchen. Dort suchen Astronomen aus der ganzen Welt den Himmel nach Galaxien, schwarzen Löchern und Supernovae ab.

 

Nach einer kurzen Zwischenstation am Wallfahrtsort Lo Vasquez kommt Ian schließlich in der Hauptstadt Santiago an, wo er in den Zug nach Süden steigt. Sein erster Stop ist die Stadt Temuco , wo die Mapuche-Indianer zu Hause sind. Die Mapuche gehören zu den wichtigsten ethnischen Gruppen in Chile . Sie leben schon seit vielen hundert Jahren in dieser Gegend und sie sind das einzige Urvolk, das sich zunächst gegen die Inka und dann gegen die spanischen Kolonisten behaupten konnte. Erst im späten 19. Jahrhundert wurden sie von den Spaniern unterworfen.

 

Etwas südlich von Temuco liegt Pitrufquen. Hier feiern die Chilenen spanischer Abstammung ihre Kultur mit einem Rodeo. Im chilenischen Rodeo geht es um Geschick, Präzision und gutes Aussehen. Die Cowboys arbeiten in Zweiergruppen. Ziel ist es, den Bullen gegen die gepolsterte Bande der Arena zu treiben.

 

Durch die Seen- und Vulkanlandschaft Los Lagos fährt Ian weiter bis nach Frutillar . Der Ort wurde 1856 von deutschen Auswanderern gegründet. Die chilenische Regierung ermutigte Mitte des 19. Jahrhunderts viele Deutsche, sich in Chile anzusiedeln, um auch die abgelegenen Regionen des Landes zu bevölkern. Nach ein paar Tagen Erholung, fliegt Ian weiter nach Punte Arenas , der südlichsten Stadt Chiles . Sie wurde 1853 als Strafkolonie gegründet und gewann während des kalifornischen Goldrauschs durch ihre Lage an der Magellanstraße als Anlaufhafen an Bedeutung.

 

Fünf Stunden nördlich von Punte Arenas liegt der berühmte Torres del Paine Nationalpark , in dem Ian auf einem 16 Kilometer langen Fußmarsch die Sehenswürdigkeiten des Parks erkundet, wie die fast 2.000 Meter hohen Granitfelswände, die dem Park seinen Namen verleihen. Zurück in Santiago steigt Ian in eine kleine Propellermaschine und fliegt zu den Juan-Fernandez-Inseln, zu denen auch die Isla Robinson-Crusoe gehört. Lange Zeit unbewohnt, erlangten die Juan-Fernandez-Inseln eine gewisse Berühmtheit, als der schottische Seemann Alexander Selkirk von 1704 bis 1709 auf der Hauptinsel ausgesetzt wurde. Seine Geschichte war die Vorlage für Daniel Defoes Klassiker 'Robinson Crusoe'.

 

Ians letztes Reiseziel liegt 3.700 Kilometer vor der nordchilenischen Küste, mitten im Pazifischen Ozean. Die Osterinsel , auch Rapa Nui genannt, ist die abgelegenste von Menschen bewohnte Insel der Welt. Trotz ihrer isolierten Lage, ist die Osterinsel von großer archäologischer Bedeutung. Die riesigen Steinstatuen, Moai genannt, geben den Wissenschaftlern bis heute Rätsel auf.

 

 

 

 

Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com

 

 

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Season: 2
Folge: 10
Land: Chile
Traveller: Ian Wright

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