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Baja California

 

Er beginnt seine Reise in der Grenzstadt Tijuana . Auf dem Weg nach Süden besucht er dann die spanischen Missionsstationen und bestaunt die atemberaubende Küstenlandschaft. Schließlich setzt er auf das mexikanische Festland über, wo er seine Reise im Copper Canyon beendet. Der Traveller Ian Wright ist in dieser Episode auf der Halbinsel Baja California .

 

Die Halbinsel Baja California liegt im Nordwesten Mexikos . Die Einwohnerzahl beträgt nur etwa zwei Millionen. Rund 90 Prozent des Landes sind unbewohnt.

 

Der Traveller Ian Wright beginnt seine Reise in der Grenzstadt Tijuana , einer Party-Hochburg für amerikanische Touristen mit Spielhöllen, Stripbars, Discos und Fast Food Restaurants. Auf Bajas Hauptverkehrsader, der Transpeninsular, legt Ian die 300 Kilometer nach San Quintin zurück, wo er im Hotel "Cielito Lindo" absteigt - in den 50er Jahren ein berühmter Treffpunkt für Hollywoodstars.

 

Von San Quintin aus geht es weiter nach Süden, Richtung Golf von Kalifornien. Die Bahia de Los Angelos ist eine der schönsten Buchten der Welt und unter Kajakfahrern ein Geheimtipp. Die Küste ist hier sehr abwechslungsreich und auf den vorgelagerten Inseln lässt sich gut die artenreiche Vogelwelt beobachten. Dann fährt Ian weiter Richtung Süden, nach San Ignacio. Hier errichteten spanische Missionare im 17. Jahrhundert eine Missionsstation mit einer imposanten Kirche.

 

Ein noch größerer Anziehungspunkt als der kleine Ort ist La Laguna de San Ignacio, wo man während der Wintermonate Grauwale beobachten kann. Jedes Jahr legen bis zu 20.000 der imposanten Tiere die 18.000 Kilometer vom nördlichen Beringmeer bis zum Golf von Kalifornien zurück, wo sie sich paaren und ihre Jungen zur Welt bringen. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wurden Grauwale noch uneingeschränkt gejagt. Heute haben die Tiere hier nichts mehr zu befürchten und kommen neugierig ans Boot, um die Touristen zu beäugen.

 

Ian verabschiedet sich vom Meer und dringt ins Landesinnere vor, wo er auf einem Maulesel präkolumbianische Felsmalereien erkundet und mit den dort ansässigen Rancheros ein Fest am Lagerfeuer feiert. Nachdem er seinen kleinen Rausch ausgeschlafen hat, setzt er seine Reise fort. Sein Ziel ist La Paz , aber auf dem Weg dorthin will er noch in der kleinen Küstenstadt Mulege Halt machen. Mulege ist eine Palmenoase mit einer Jesuitenmission aus dem 17. Jahrhundert. Sie liegt an einem trägen Fluss, der sich drei Kilometer weiter in den Golf von Kalifornien ergießt. Heute geht es in dem kleinen Ort beschaulich zu, aber in den 20er Jahren war Baja California ein berüchtigter Zufluchtsort für Gangster, Alkoholschmuggler und Revolutionäre. Wer sich etwas umschaut, kann die andere Seite des Touristenparadieses auch heute noch erleben und einem Hahnenkampf zusehen.

 

Hinter Mulege erstreckt sich eine der reizvollsten Küstenlandschaften Bajas. Die Strände sind besonders unter amerikanischen Touristen beliebt, die sich hier in ihren riesigen Wohnmobilen häuslich niederlassen. Wer seinen eigenen Traumstrand finden will, sollte die Hauptstraße links liegen lassen und die Sandwege einschlagen.

 

Von La Paz aus kann man das mexikanische Festland entweder per Flugzeug oder mit dem Schiff erreichen. Der Flug kostet etwa 40 US-Dollar und dauert eine Stunde. Die Fähre ist wesentlich billiger, aber dafür ist man auch den ganzen Tag unterwegs. In Los Mochis angekommen, nimmt Ian den Zug ins Landesinnere, bis zum Copper Canyon. Die Schlucht ist eine der letzten großen unberührten Landschaften in Lateinamerika. Sie ist viermal so groß wie der Grand Canyon und etwa anderthalb mal so tief. Viele Gipfel sind mehr als 3.000 Meter hoch.

 

Von Creel aus geht es dann per Bus nach Batopilas. Die letzten 65 Kilometer bis Batopilas legt der Bus auf einer einspurigen Sandpiste zurück. Heute ist Batopilas ein beschaulicher kleiner Ort, aber 360 Jahre lang wurde hier in großem Stil Silber abgebaut. 16 Kilometer von Batopilas entfernt liegt Satevo. Hier steht mitten im Nirgendwo eine imposante Kathedrale. Niemand weiß, von wem oder wann sie gebaut wurde. Sie ist als die "Verlorene Kathedrale" bekannt und für die Tarahumara-Indianer ist sie die wichtigste Kirche dieser Gegend. Heute leben noch etwa 50.000 Tarahumara in den Weiten des Copper Canyon. Fernab der großen Städte haben sie sich ihre traditionelle Lebensweise erhalten können. Ihre einheimischen Bräuche haben sich mit christlichen Elementen vermischt und Ian hat das Glück, ihren Osterfeierlichkeiten beiwohnen zu dürfen.

 

 

 

 

Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com

 

 

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Season: 2
Folge: 11
Land: Mexiko
Traveller: Ian Wright

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