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Mittelamerika: Costa Rica und Nicaragua
Mitten in Mittelamerika liegen zwei Staaten dicht nebeneinander, die nicht unterschiedlicher sein könnten: das Urlauberparadies Costa Rica und das eher durch seine lange Zeit unsichere militärische Lage bekannte Nicaragua. Diese Episode begleitet den Traveller Neil Gibson auf seiner Reise durch diese zwei Staaten Lateinamerikas.
Neil Gibsons Reise beginnt in San José, der Hauptstadt von Costa Rica, und bekommt sofort einen Eindruck von der Lebensfreude der Einheimischen: Überall auf der Straße wird Musik gespielt und die Leute tanzen und feiern.
Es ist Wahltag in Costa Rica und die Menschen feiern ihre Demokratie. Doch auch das alltägliche Nachtleben hat viel zu bieten. Nach einem leckeren Abendessen geht es auf in einen der Clubs von San José, wo die ganze Nacht Merenge gespielt wird, der schnelle Salsa aus Zentralamerika. Hier kann man sich in einer Nacht die Socken durchtanzen und ist sicher nicht allein dabei!
Der Aufenthalt in der Stadt ist jedoch nur der Einstieg für Neil Gibson. Eigentlich zieht es ihn in die berühmten Regenwälder und Naturschutzgebiete, die über ein Viertel der Fläche von Costa Rica bedecken. Der größte und bemerkenswerteste Naturschutzpark ist Monteverde. Er ist vor allem berühmt für die Fülle an tropischen Vögeln, die es zum Teil nur in diesem Gebiet gibt. Über 400 Vogelarten leben hier, und mit einem guten Führer kann man einige davon zu Gesicht bekommen. Doch selbst wenn man nicht das Glück hat, ihr farbenprächtiges Gefieder bewundern zu können, der Urwald schallt wider von den unglaublich vielfältigen Tönen, Pfiffen oder Rufen der unterschiedlichen Vögel.
Der Wald beherbergt auch weniger angenehme Bewohner wie Taranteln und viele Giftschlangen, von denen aber nur vier Arten wirklich tödlich sind für den Menschen. Eine besondere Attraktion ist der Vulkan Arenal, der zu den aktivsten Vulkanen der Welt zählt. Mit etwas Glück kann man eine Eruption beobachten, doch vor allem hat dieser Vulkan einen kleinen Garten Eden geschaffen: Heiße Wasserfälle ergießen sich von dem Berg und bilden an seinem Fuß einen natürlichen Whirlpool, der zum Entspannen einlädt.
Das nächste Ziel ist Liberia, der Wilde Westen mitten in Costa Rica: Hier stolpert man in einem fort über lassoschwingende Cowboys, riesige Rinderherden und natürlich Pferde, wohin das Auge fällt. Mit etwas Glück kommt man rechtzeitig zum jährlichen Rodeo, bei dem die Männer beweisen, wie sattelfest sie wirklich sind. Doch auch auf die Verlierer wartet noch eine Freude, wenn am Abend die Rodeo-Königin gewählt wird. Und jeden Traveller lockt es schließlich nach Montezuma, den traumhaften Pazifikstränden Costa Ricas. Für ein paar Tage unter den Palmen auf dem schwarzen Vulkansand liegen und dem Meeresrauschen zuhören, da entspannen bei jedem Körper und Seele. Noch dazu gibt es genügend Flecken fast ohne Zivilisation. Keine Hotelburgen oder Clubanlagen, sondern ein einfaches Zelt am Strand oder ein kleiner Holzbungalow zum Übernachten verstärken die Nähe zur Natur, die sich hier von ihrer paradiesischen Seite zeigt.
Wem dies nicht aufregend genug ist, kann sich auf einen kleinen Bootstrip auf den Flüssen begeben: 25 Krokodile pro Kilometer tummeln sich hier im Wasser, prähistorische Riesenechsen in allen möglichen Größen und Arten. Vom Schwimmen ist hier dringend abzuraten! Doch es ist ein aufregendes Erlebnis, den Tierschützern, die sich um die bedrohten Krokodile kümmern, beim Füttern zuzusehen. Einige Kilometer auf dem Grenzfluss entlang geht es nach Nicaragua. Schon an der Grenze wird der Unterschied zu Costa Rica deutlich. Nach Jahrzehnten von Diktatur, Sandinisten und Contra-Krieg hat dieses Land erst seit zehn Jahren Frieden durch demokratische Wahlen. Die Spuren der Vergangenheit sind noch überall zu sehen.
Aber auch Nicaragua bietet ein überwältigendes Naturschauspiel mit seinen Urwäldern und Flüssen. Besonders lohnend ist eine Fahrt über den Nicaragua-See, den größten See Zentralamerikas mit fast 40 Inseln, dem sogenannten Solentiname-Archipel. Es ist das einzige Süßwasser, in dem auch Haie leben. Auf den Inseln selbst findet man herzlichen Kontakt zu den Einheimischen. Und wer sich für naive Malerei interessiert, sollte Solentiname keinesfalls verpassen: In leuchtenden Farben bringen die Maler ihre Umgebung und ihre Geschichte auf die Leinwand. Auf der anderen Seite des Sees liegt Granada, die älteste Stadt Amerikas. Sie wurde 1524 von den Spaniern gegründet und bietet noch heute einen überwältigenden Anblick.
Den Abschluss der Reise bilden für Neil Gibson ein paar Tage im bunten Treiben der Hauptstadt Managua, in der rund ein Viertel aller Nicaraguaner leben. Nicht zuletzt die Herzlichkeit der Menschen in Nicaragua macht dieses Land auf jeden Fall eine Reise wert.
Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com
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Kartenausschnitt |
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Fotos aus dieser Episode |
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DVD-Cover dieser Episode |
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