DEUTSCH


Suchen

 

www

globetrekker

 

Webkatalog

Gästebuch

Forum


Impressum

Disclaimer

Partner


Statistik

 

 

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits 


Partner

Netzwerkseiten

globe-24.de

globetrekker.de

globetravels.de

globewriter.de

Rocking Oz

Episodenguide

Weitere Infos

Details

Iran

 

Einst die Heimat persischer Hochkultur, ist der Iran heute für die meisten Menschen der Inbegriff des islamischen Fundamentalismus. Die Vorurteile hinsichtlich Terrorismus, Amerikahass und extremem Islam machen dieses Land nicht gerade zu einer Touristenattraktion. Doch diese Episode zeigt das Land am Kaspischen Meer von seiner außergewöhnlich gastfreundschaftlichen Seite, wie Traveller Ian Wright auf seiner Reise quer durch den Iran immer wieder feststellt.

 

Eine Tour durch den Iran gestaltet sich völlig anders als andere Reisen.

 

Das liegt daran, dass dieses Land nicht nur eine stark ausgeprägte Kultur hat, sondern auch besonders darauf achtet, diese Kultur zu erhalten. Und dem kann sich auch der Urlauber nicht entziehen.

 

Die Menschen im Iran sind streng gläubige Muslime, öffentliche Gesetze dienen daher der Durchsetzung der Vorschriften des Korans. Das beginnt schon bei der Kleidung: Der Respekt untereinander gebietet eine feste Kleiderordnung, die zum Beispiel den Frauen verbietet, mehr als nur ihre Hände und ihr Gesicht zu zeigen. Überall finden sich Plakate, die darauf hinweisen, wie der Chador, das traditionelle Gewand der Iranerinnen, getragen werden muss. Notfalls wird man sogar von der Polizei auf sein "unanständiges" Äußeres hingewiesen.

 

Ein männlicher Besucher hat es da etwas einfacher, für ihn genügt es, in langärmeliger Kleidung aufzutreten. Auch wird es dem Iranreisenden schwer fallen, sein Nachtleben mit Alkohol zu würzen, denn der für Moslems verbotene Alkohol wird offiziell nirgends verkauft. Dem Fremden mag dies dogmatisch anmuten, für die Iraner bedeutet es jedoch, dass ihre Religion und Kultur von ihrer Umgebung jederzeit geachtet werden.

 

Doch wer bei Iran nur an schwarzverschleierte Frauen und betende Muslime denkt, täuscht sich gründlich. Nur zwei Stunden nördlich der Hauptstadt Teheran kann man auf Pulverschneepisten Buntgekleideten Iranerinnen zusehen, wie sie die Hänge hinunterwedeln. Denn nur drei Stunden Fahrtzeit von der heißen Wüste entfernt gibt es ein Skigebiet, das den Alpen in nichts nachsteht.

 

Doch Ian Wright ist nicht zum Skifahren in den Iran gekommen, seine Reise geht weiter an die Küste des Kaspischen Meeres im Norden Irans, in die Stadt Bandar-e Torkaman. Reisen im Iran ist günstig, was die Benzinpreise angeht, aber manchmal etwas kompliziert, wenn man eine Übernachtungsmöglichkeit sucht. Doch Ian Wright kommt in den Genuss der außergewöhnlichen Gastfreundschaft der Iraner: Er ist zu Gast bei der Familie eines Taxifahrers, den er am Tag zuvor kennen gelernt hat. Und gleich am nächsten Tag kommt er in hautnahe Berührung mit dem, nach Öl, zweitgrößten Exportgut Irans: Er begleitet einige Einheimische beim Kaviarfischen.

 

Vom Norden des Landes geht es ins Zentrum des Iran nach Esfahan, der Stadt der Moscheen. Eine der prächtigsten davon ist die Blaue Moschee. Ein kleiner Fleck in der Mitte der Moschee zeigt den Platz des Redners an, denn jedes Geräusch von dieser Stelle hallt hundertfach von den mosaikverzierten Wänden wieder, so dass es in jedem Bereich der Moschee klar gehört werden kann. Auch der prächtige Palast des Schahs Abbas lohnt einen Besuch. Heute kann man problemlos die Räume des Harems besichtigen, doch vor dreihundert Jahren musste man blind und kastriert sein, um hier eingelassen zu werden. Außerhalb der Stadt lassen sich noch mehrere tausend Jahre alte Tempelanlagen der Zoroastrian-Religion bewundern, die durch den Islam fast völlig aus dem Iran verschwunden ist.

 

Von Shiraz im Süden aus geht es in die iranische Wüste. Nur eine Stunde entfernt liegt Persepolis, die alte persische Hauptstadt, die von Darius vor mehr als 2.500 Jahren erbaut und von Alexander dem Großen 330 vor Christus niedergebrannt wurde. Erst 1930 wurden die Ruinen entdeckt, die einen überwältigenden Eindruck der alten persischen Hochkultur liefern. Die iranische Kultur hat sich seitdem grundlegend geändert, und noch immer ist sie in ständigem Wandel. Das Ende der Monarchie und der Vertreibung des letzten Schahs haben die Gesellschaft revolutioniert, so wie der Ölexport die Ökonomie und den Lebenswandel. Nur in der Wüste kann man noch die wenigen Nomaden finden, die einst so typisch waren für den Iran.

 

Von Vorurteilen und mythischen Vorstellungen umgeben, bietet der Iran für den westlichen Reisenden ständig neue Überraschungen und erstaunlich kontrastreiche Facetten.

 

 

 

 

Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com

 

 

.

Season: 4
Folge: 09
Land: Iran
Traveller: Ian Wright

DVD-Cover Download

Artikel im Shop ansehen

.

Kartenausschnitt

Fotos aus dieser Episode

DVD-Cover dieser Episode

Werbung