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Paris
Kaum eine andere Stadt wird so sehr mit Schlagwörtern wie Romantik, Stil und Chic verbunden wie Paris.
Doch Frankreichs Hauptstadt hat weitaus mehr zu bieten als nur französischen Charme. Wer sie einmal kennen gelernt hat, kommt gerne zurück, denn in Paris gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Diese Episode begleitet Justine Shapiro durch die "Hauptstadt der Liebe".
Nach Paris zu gelangen, ist relativ einfach. Ein gut ausgebautes Bahnnetz verbindet die Stadt mit anderen großen Städten Europas, seit 1994 sogar mit London.
"Der Tunnel", schon im 18. Jahrhundert geplant, verkürzt die einst langwierige Passage über den Ärmelkanal auf eine Fahrtzeit von nur mehr drei Stunden! Wesentlich schwieriger gestaltet sich allerdings die Fortbewegung in der Stadt selbst. Ein Taxi sollte nur benutzen, wer gute Orts- und Sprachkenntnisse hat, oder aber an einer unfreiwilligen Stadtrundfahrt Gefallen findet. Dafür lohnt sich der Ausblick, denn Paris ist voll von fantastischen Gebäuden.
Wer mehr an den Menschen als an Architektur interessiert ist, sollte sich lieber im gut ausgebauten Metronetz der Stadt bewegen: die schnellste und billigste Art durch Paris zu gelangen. Und bevor man sich den Stress antut, mit dem Auto in einem der zahllosen Staus zu enden oder die Nerven bei der Parkplatzsuche aufzureiben, geht man lieber zu Fuß. Es gibt schließlich genügend Straßencafés für angenehme Pausen. Und der neueste Trend: Mit Rollerblades durch die Stadt! In Paris hat sich in den letzten Jahren eine wahre Tradition herausgebildet: Jeden Freitagabend begibt sich eine riesige Kolonne von rollschuhlaufenden Menschen vom Place d'Italie aus auf eine 15 Kilometer lange Reise durch das Stadtzentrum.
Um einen richtigen Eindruck von der Stadt zu erhalten, die Napoleon im 19. Jahrhundert völlig umgestalten ließ, sollte man sie sich unbedingt von oben ansehen. Zum Beispiel von der Plattform des Arc de Triomphe aus. Mit seinen breiten Avenuen und Boulevards, durchweg von Bäumen gesäumt, wurde Paris zum Modell für den modernen Städtebau weltweit.
Justine Shapiro hat eine kleine Besonderheit in ihrem Reiseprogramm: Sie nimmt an einem Kurs in einer der berühmten Kochschulen von Paris teil. Aus aller Welt kommen Kochfreudige hierher, um die Geheimnisse französischer Küche zu erkunden. Wer lieber genießt, als selbst zu arbeiten, kann sich dem Cabaret-Vergnügen hingeben, für das Paris ebenso berühmt ist wie für seine Küche. Das Lido ist dabei natürlich immer noch die erste Adresse. Von den sechzig Künstlern, die hier gleichzeitig auf der Bühne tanzen, hat jeder ein hartes Auswahlverfahren hinter sich. Aber nicht alles ist Glamour in der Stadt, es gibt auch noch den alten Charme: Was man keinesfalls verpassen sollte, ist ein Abend in einem "Bal Musette", den kleinen Lokalen, die noch aus den "Goldenen Zwanzigern" stammen. Nicht nur das Essen, sondern sogar die Tapeten sind hier noch original und traditionell pariserisch. Zu Akkordeonbegleitung werden hier volkstümliche Lieder gesungen, und sobald der Mund leer ist, stimmen die Gäste mit ein. Allerdings gibt es heute nur noch wenige dieser Kleinode. Ein Reisender braucht Glück oder einen guten Führer, um sie zu finden.
Am rechten Seineufer kann man dagegen ein Stück neuerer Kultur von Paris finden: das afrikanische Viertel. Ein wachsender Teil der Pariser Bevölkerung stammt aus den ehemaligen Kolonien Frankreichs, und sie geben dem Stadtviertel am Chateau Rouge sein eigenes Gepräge. Man fühlt sich kaum noch in Europa, wenn überall Bongos zu hören sind oder auf dem Markt getrocknete Kuhhaut feilgeboten wird. Das linke Seineufer dagegen gilt immer noch als Viertel der Denker und Künstler. Einst zog es so berühmte Schriftsteller an wie Hemingway oder James Joyce, heute werden die Besucher der Stadt eher von den großen Modehäusern berühmter Couturiers angezogen, wie Yves Saint-Laurent oder Dior. Schmale Geldbeutel wenden sich eher an eine andere Pariser Institution: das Billigkaufhaus Tati, dessen Namen den Parisern ebenso geläufig ist wie der der Modezaren. Doch die Kleider allein machen noch nicht den Pariser Chic aus. Für die rechte Eleganz und den perfekten Stil muss man wohl geboren sein in dieser einzigartigen Stadt, auf die ihre Bewohner mit Recht so stolz sind.
Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com
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