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Rio de Janeiro
Es ist die Stadt des Sambas, des Zuckerrohrschnapses, aber es ist vor allem der Karneval, der diese brasilianische Großstadt weltberühmt gemacht hat: Rio de Janeiro, Inbegriff der Lebensfreude und des Tanzes. Die Einheimischen sagen: Gott erschuf die Welt in sechs Tagen, und am siebenten Tag schuf er Rio. Zehn Tage lang erkundet diese Episode an der Seite von Ian Wright eine der größten Städte der Welt, und eine der sehenswertesten.
Gold, Kaffee und Zuckerrohr machten Rio einst zu einer der reichsten Städte der Kolonialzeit, und immer noch ist das Stadtbild geprägt von dieser Vergangenheit.
Nicht nur die prächtigen Kolonialbauten, sondern auch die eigentümliche Mischung von Volksgruppen in der Stadt zeugen davon. 11 Millionen der rund 150 Millionen Einwohner Brasiliens leben in Rio de Janeiro, darunter Abkömmlinge der portugiesischen Kolonialherren und afrikanischer Sklaven.
Das am dichtesten besiedelte Gebiet ist die Copacabana mit ihren traumhaften Sandstränden. Anders als andere Badegebiete ist die Copacabana ein Teil der Stadt. Neben Erholung, Schwimmen und Sonnenbaden findet hier ein wesentlicher Teil des sozialen Lebens statt. Hier trifft man sich mit den Freunden oder feiert Feste, oder kommt einfach kurz in der Mittagspause vorbei.
Rio ist eine alte Stadt, deren Anfänge bis ins Jahr 1502 zurückreichen, doch das Stadtzentrum ist geprägt von moderner Architektur der siebziger Jahre: Bürogebäude und Hochhäuser. Ganz anders das verwinkelte koloniale Viertel von Santa Tereza. Hier kann man mit etwas Glück eine lebende Legende treffen: Ronnie Biggs, der einst beim berühmten Postzugraub von 1963 beteiligt war. In England wartet immer noch seine dreißigjährige Haftstrafe auf ihn, doch da Rio für ihn zur lieben Heimat geworden ist, stört ihn das wenig. Während des Karnevals lädt er zu teuren Barbecues in seinem Garten, um Neugierigen eine wahre Abenteurergeschichte zu erzählen.
Über der Stadt, auf dem rund 700 Meter hohen Corcovado, breitet die berühmte Christusstatue, der "Cristo Redentor" schützend seine Arme aus. Seit 1931 ist die fast 40 Meter hohe Statue das Wahrzeichen der Stadt. Rings um den Corcovado liegt der Tijuca-Nationalpark, mit 170 Quadratkilometern der größte Stadtpark der Welt. Es ist ein richtiger Regenwald, ein Dschungel, der die grüne Lunge bildet zum Herzschlag Rios. Für den Reisenden ist der Park mit seinen Flüssen und Wasserfällen ein erfrischender Ausflug aus der Hitze und dem Staub der Stadt.
Wer nicht nur die schönen Seiten der Stadt erleben, sondern sie ganz kennenlernen will, der sollte einen Blick in die Farvelas, die Armenviertel der Stadt werfen. Fast ein Drittel von Rios Bevölkerung lebt in knapp 500 dieser Viertel, insbesondere der Norden der Stadt ist sehr arm. Doch die Farvelas sind nicht einfach die elenden Seiten der Stadt, sie bilden auch ihren Herzschlag: Hier leben die Arbeiter, von hier kommen aber auch die meisten Sambaschulen und die Menschen, die den Karneval von Rio organisieren. Allerdings sind hier auch die Drogenhändler zu Hause.
Doch egal ob in den Farvelas oder anderswo in der Stadt: Was brasilianische Lebensfreude wirklich bedeutet, erlebt man bei Sonnenuntergang. Dann werden die Wochenmärkte auf einmal zu Fiestas. Überall wird Musik gespielt, jeder tanzt und der Cachaça, ein starker Zuckerrohrschnaps, fließt in Strömen. Zur Erholung reist Ian Wright in das nur vier Stunden entfernte malerische Städtchen Parati. In der Kolonialzeit war es der wichtigste Umschlagplatz für Gold, doch seit dem Bau der Eisenbahn ist es in einen Dornröschenschlaf versunken. Was es für Reisende besonders attraktiv macht, sind die zahlreichen schönen Strände in der Umgebung, die man allerdings nur mit dem Boot erreichen kann.
Ian Wright will keinesfalls den Karneval de Brazil verpassen, also reist er zurück nach Rio. Nirgendwo auf der Welt wird der Beginn der Fastenzeit so ausgiebig gefeiert wie hier: Eine Woche lang rund um die Uhr tanzen die Menschen in der großen Parade. Doch bereits Tage vorher beginnen die inoffiziellen Straßenfeste in den Stadtvierteln. Eines der sehenswertesten ist der Karneval der Transvestiten im Stadtteil Ipanema. Doch Höhepunkt des Karnevals von Rio ist der Wettbewerb der Sambaschulen. Mit bis zu 5.000 Tänzern in prächtigen Kostümen bilden die Schulen das Herzstück der Paraden. Und ringsum in der Stadt wird nur gefeiert, gefeiert, gefeiert, bis einem die Luft ausgeht. Drei Tage ununterbrochener Karneval bilden den bombastischen Abschluss von Ian Wrights Reise in die Stadt der Lebensfreude und der Musik.
Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com
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Kartenausschnitt |
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Fotos aus dieser Episode |
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DVD-Cover dieser Episode |
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