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Madagaskar

 

Madagaskar, die viertgrößte Insel der Welt, liegt 400 Kilometer vor der Küste Südostafrikas. Sie hat eine Vielfalt an Landschaft und Kultur zu bieten sowie eine Flora und Fauna, wie man sie nirgends sonst auf der Welt findet. Für diese Episode begibt sich Globetrotter Ian Wright zunächst in die Hauptstadt Antananarivo, wo ihn besonders der Königspalast, die Rova, interessiert. Danach versucht er, möglichst viele Besonderheiten dieser Insel kennen zu lernen.

 

Der berüchtigtste Herrscher, der dort lebte, war eine Frau: Königin Ranavolana.

 

Sie verbannte nicht nur das Christentum und seine Missionare von der Insel, sie tötete auch wahllos, und nicht nur Ausländer. Ian bestaunt die 1995 ausgebrannte Rova nur von weitem, besucht aber den Palast von Ranavolanas Grossvater, König Andrianampoinimerina. Er war der erste Herrscher Madagaskars und er vereinte die verschiedenen Stämme des Landes zu einem Volk. Er war wesentlich beliebter als seine Enkeltochter und sein Palast steht noch heute in Ambohimanga.

 

Nachdem die Monsunregen Tana erreichen, beschließt Ian in den Süden zu reisen. Per Taxi-brousse, den madagassischen Buschtaxis, fährt er über Antsirabe in den Ranamofana Nationalpark. Der Park umfasst 392.000 Hektar Regenwald und neben unzähligen Tier- und Pflanzenarten gibt es hier zwölf Lemurenarten. Diese Primatenart kommt nur auf Madagaskar und den Komoren vor. Aber von den 30 bisher bekannten Arten sind bereits zwei Drittel vom Aussterben bedroht. Ian macht sich mit einem Guide auf die Suche nach den Halbaffen und die beiden werden tatsächlich fündig. Sie entdecken braune Maki und einen Goldenen Bambuslemuren, eine Art, die man erst 1986 entdeckte.

 

Von Ranamofana reist Ian weiter nach Ihosy, wo der Stamm der Bara zu Hause ist. Die Bara sind Viehzüchter und Ian wird Zeuge eines traditionellen Zebu-Ringens: ein Initationsritus der Bara, der sich aus der Kunst des Viehdiebstahls entwickelt hat, die jeder junge Mann beherrschen muss. Von Ihosy geht es über den Isalo Nationalpark weiter in das kleine Fischerdorf Ifaty. Es liegt an der Westküste Madagaskars, die sich langsam zu einem Mekka für Taucher entwickelt. Zusammen mit einem Profi erkundet Ian das spektakuläre Korallenriff und macht Bekanntschaft mit Grauen Riffhaien.

 

Dann reist Ian über Tana in den Norden Madagaskars, nach Diego Suarez, oder Antisiranana, wie die Stadt heute genannt wird. Von dort aus fährt Ian per Taxi etwa 70 Kilometer südlich, ins Dorf Anivorano. Dort gibt es einen heiligen See. Es heißt, ein alter Mann sei hungrig und durstig in das Dorf gekommen und hätte nach etwas Wasser gefragt, aber alle hätten ihn abgewiesen, nur eine alte Frau gab ihm schließlich etwas zu trinken. Er schickte die Frau aus dem Dorf und als sie wieder kam, war es ein See und die Dorfbewohner waren zu Krokodilen verwandelt. Heute bringen die Dorfbewohner den Krokodilen im See einmal pro Jahr ein Opfer. Sie schlachten ein Zebu und füttern damit ihre Ahnen. Sind die Ahnen glücklich, geht es auch den Lebenden gut.

 

Die letzte Reiseetappe führt Ian auf die kleine Insel Ile Sainte Marie vor der Ostküste Madagaskars. Hier spürt er der Piraten-Vergangenheit der Insel nach und lässt sich ansonsten von ihrer tropischen Schönheit und der Feierfreudigkeit der Inselbewohner verführen.

 

 

 

 

Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com

 

 

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Season: 6
Folge: 06
Land: Madagaskar
Traveller: Ian Wright

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