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Schottland
Legenden umweben das Ungeheuer von Loch Ness wie ein undurchdringliches Spinnennetz. Wird sich Nessie in dieser Episode zeigen? Megan McCormick führt uns auch zu vielen anderen sehenswerten Plätzen in Schottland.
Ob wild romantische Küstenstreifen, gespenstische Burgen, traditionelle Wettkämpfe oder lebendige Metropolen: Schottland hält für jeden etwas ganz Besonderes bereit.
Megan McCormick beginnt ihre Tour durch Schottland in der größten Stadt des Landes.
Glasgow, zur Kulturstadt Europas 1990 auserkoren, bietet unzählige Museen und Kunstgalerien. Megan ist beeindruckt, hat aber gleichzeitig einige Probleme, die Einheimischen zu verstehen. So merkwürdig wie deren Dialekt sind auch die Essensgewohnheiten, wie Megan feststellt, als sie einen frittierten Schokoladenriegel mit Tomatenketchup isst. Im College of Piping lernt sie das Dudelsackspielen und kann sich auf diese Weise schon auf das traditionelle Fest in Stirling einstimmen. Hier fand im 13. Jahrhundert einer der größten Siege von William Wallace über die verfeindeten Engländer statt. Noch heute gilt er als Volksheld; und durch den Film Braveheart mit Mel Gibson wurde er weltbekannt. Beim Festessen gibt es natürlich Haggis. Wenn man sich an die Idee gewöhnt hat, dass es sich beim Nationalgericht um einen mit allen möglichen Innereien gefüllten Schafsmagen handelt, schmeckt es angeblich sehr gut.
Von Glasgow geht es nach Islay, die Südinsel der Inneren Hebriden. Dort besichtigt Megan eine Brennerei, die einen besonders rauchigen Malt-Whisky erzeugt. Für eine musikalische Überraschung sorgt Seehund-Fiona. Die zugereiste Engländerin gibt auf den stillen Felsen Violinen-Konzerte für die anscheinend sehr kunstsinnigen Seehunde.
Als Nächstes steht Bergsteigen auf dem Programm. Zurück auf dem Festland erklimmt Megan einen der munroes. So heißen alle Berge, die höher als 900 Meter sind. Begleitet wird sie von Charlie, einem der besessenen munro baggers, die schon alle 284 "eingesackt" haben. Bei seiner letzten Tour hat er dafür nur 48 Tage benötigt.
Es folgt eine fantastische Bahnfahrt durch die westlichen Highlands nach Mallaig und ein Abstecher auf die Insel Skye. Dort können Touristen auf dem Boot eines Fischers die frischesten Muscheln genießen, die es gibt. Sie werden nämlich unmittelbar vor dem Mittagessen an Bord von den Pfeilern der Skye-Bridge gepflückt. Zwei ganz spezielle Arten, die Highlands kennen zu lernen, sind Fahrten mit dem Postauto oder dem alten Tour-Bus der Rock-and-Roll-Band Black Sabath. Dabei kann man einige sehr interessante Schlösser besichtigen. Auf Dunvegan Castle leben seit 700 Jahren die McLeods. Es ist der älteste noch bewohnte Herrensitz in ganz Großbritannien. Symbol des Clans ist ein Stierhorn, das jeder künftige Chef, wenn er 21 Jahre alt wird, auf einen Zug austrinken muss, ohne einen Tropfen zu vergießen. Gefüllt wird es traditionsgemäß mit rotem Bordeaux. Das jetzige Oberhaupt hält den Rekord: eine Minute 27 Sekunden.
Der Nationalstolz der Schotten ist an vielen historischen Stätten spürbar, die an den Jahrhunderte langen Kampf gegen ihren englischen "Erzfeind" erinnern. Das gilt besonders für das Schlachtfeld bei Culloden, wo 1746 die letzte Schlacht auf britischem Boden ausgetragen wurde. Damals besiegte der gnadenlose Duke of Cumberland die von Bonnie Prince Charles angeführten Highlanders. In weniger als 45 Minuten wurden 1.500 Männer getötet.
Wohl kein Tourist versäumt es, Loch Ness zu besuchen. Auch Megan kann sich der Faszination des Mythos nicht entziehen und besucht einen Engländer, der 1991 an den größten britischen See gezogen ist, um sich einen Lebenstraum zu erfüllen und das Rätsel des Ungeheuers zu lösen. Gesehen hat er bisher allerdings nichts. Und auch diesmal zeigt sich das sagenumwobene Seeungeheuer nicht.
Unverwechselbar schottisch sind die Highland Games, die an vielen Orten Schottlands stattfinden, beispielsweise in Strathdon. Die urtümlichen Sportdisziplinen erfordern Stärke und Geschick. Nur so lässt sich beim caber tossing ein sechs Meter langer Baumstamm derart werfen, dass er beim Aufprall nach vorne kippt und in der 12-Uhr-Position liegen bleibt. Megan begnügt sich damit, an einem Tauziehen zwischen zwei Damenmannschaften teilzunehmen. Später spielt sie auf dem altehrwürdigen Platz von St. Andrews eine Runde Golf.
Vorletzte Station ist die Hauptinsel der Orkneys nördlich vom Festland. Dort steht in Skara Brae die besterhaltene Steinzeitsiedlung Nordeuropas. Die Häuser vermitteln einen plastischen Eindruck vom Wohnen vor über 5.000 Jahren. Höchst modern geht es dagegen zum Abschluss auf dem Edinburgh Festival zu, dem größten Kultur-Spektakel der Welt. Drei Wochen lang erfreuen sich über eine Million Besucher an zahllosen Veranstaltungen. Die meisten kommen wegen der Fringe-Darbietungen, die früher nur "am Rande" stattfanden, inzwischen aber die Hauptattraktion sind.
Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com
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Fotos aus dieser Episode |
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DVD-Cover dieser Episode |
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