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Australien: Best Of
In 50 Minuten ein Land zu beschreiben, das als größte Insel und zugleich kleinster Kontinent der Erde mit zahllosen Abenteuern lockt, ist nahezu unmöglich. Doch Estelle Bingham hat es geschafft, einen kompakten Australien-Führer zusammenzustellen, der mit vielen Facetten Appetit auf mehr macht. Dabei ist sie von ihren Traveller-Kollegen Ian Wright, Justine Shapiro und Megan McCormick unterstützt worden. Das Ergebnis zeigt diese Episode.
Sydney ist der Ausgangspunkt für die meisten Touristen.
Schon der herrliche Naturhafen mit den weltberühmten Wahrzeichen, der Harbour Bridge und dem Opernhaus, lohnt einen Besuch. Eine Attraktion ist auch der nahe gelegene Bondi Beach.
Herrliche und oft völlig einsame Strände gibt es an der 5.000 Kilometerlangen Küste fast überall. Am bekanntesten sind die der Gold Coast an der Ostküste von Queensland. Besonders beliebt ist auch die weiter nördlich gelegene Insel Fraser Island. Dort dient der 125 Kilometer lange Strand als einzige Verbindungsstraße zwischen Nord und Süd. In gemieteten Geländewagen können Touristen die Kunst üben, nicht in der Brandung oder in den Dünen stecken zu bleiben.
Für Reisen innerhalb des Landes bieten sich die verschiedensten Verkehrsmittel an. Nur wenige nutzen die Eisenbahn, obwohl zum Beispiel die 4.350 Kilometer lange Fahrt mit dem Indian Pacific zwischen Sydney und Perth ein einmaliges Erlebnis ist. Die meisten Reisenden nehmen Busse. Sie sind am billigsten und man bekommt günstige Netzkarten für fast jeden Bedarf, vor allem an der Ostküste. In Darwin gibt es sogar einen Gebrauchtwagenmarkt für Touristen. Doch der hat, wie Ian Wright feststellen muss, seine Tücken. Per-Anhalter-Fahren ist verpönt und in Queensland sogar verboten.
Alles außerhalb der besiedelten Küstenstreifen heißt Outback oder Busch. Gerade dort locken einige der spektakulärsten Reiserouten, etwa der knapp tausend Kilometer lange Tanami Track mit einer der einsamsten Tankstellen der Welt. Trifft man an ihren Tränken in der Wildnis einige der "Bushies", die wortkargen Busch-Bewohner, ist man verblüfft, dass sie tatsächlich so sind, wie man sie aus dem Film Crocodile Dundee kennt.
Die australische Küche hat sich längst von ihren englischen Wurzeln befreit und ist durch die südeuropäischen und asiatischen Einwanderer bereichert worden. Davon zeugt das jährliche International Food Festival in Adelaide. Eine nationale Leidenschaft ist das Grillen. Leckerbissen für die Barbecues, meist "Barbies" abgekürzt, sind Meerestiere wie etwa die Moreton Bay Bugs, urzeitlich wirkende Krustentiere von der Ostküste. In Feinschmeckerrestaurants findet man interessante Gerichte wie Krokodil mit Bananen und Kokos, Emu mit Gemüse und Känguru-Filet mit einer Pfeffer-Joghurt-Sauce. Noch exotischer ist die Nahrung der Aborigines. Ian probiert Witchetty Grubs, Larven von Käfern oder Faltern, Estelle saugt einer Honigameise das süße Hinterteil aus und Megan erfrischt sich mit einer Art Ameisen-Limonade.
Einzigartige Erlebnisse verschaffen Begegnungen mit dem religiösen Erbe der Ureinwohner. Zu ihren größten Heiligtümern gehört der Uluru, der rote Monolith im Herzen Australiens, auch als Ayers Rock bekannt. Die von Felsbildern bekannte Symbolik der Aborigines ist noch in ihren Gemälden lebendig, die man in Galerien in Alice Springs bewundern kann.
Australien ist auch das Land der Festivals. Die größte kulturelle und sportliche Veranstaltung der Ureinwohner ist das Barunga-Festival südlich von Darwin. Neben Wettbewerben mit dem traditionellen Schleuderspeer wird auch Australian Rules Football gespielt, eine Mischung aus Fußball, Handball und Rugby. Höhepunkt vieler Busch-Feste sind die Rodeos. In Tamworth wiederum zieht das Country and Western Festival Zehntausende an. Und in Cloncurry tragen australische Cowboys rührend holperige "bush poetry" vor. Aber das größte und turbulenteste Fest ist der Mardi Gras der Schwulen und Lesben in Sydney. Bei diesem Karneval steht die ganze Stadt Kopf.
Beklemmende Eindrücke in die Ursprünge des weißen Australien bieten die Überreste der Sträflingskolonien, zum Beispiel in Port Arthur auf Tasmanien. In dem Gefängnis dort wurde erstmals die Isolationshaft für Wiederholungstäter ausprobiert.
Zur einzigartigen Fauna des Kontinents gehören nicht nur die Beuteltiere, sondern auch "Importe" wie der Dingo und das Kamel. Die neben den Giftschlangen gefährlichsten Tiere sind die Krokodile. Megan lässt sich von einem Experten zeigen, wie man mit ihnen umgehen muss, um nicht gefressen zu werden.
Den Abschluss der Reise bilden Besuche in einigen der 540 australischen Nationalparks. In ihnen sind alle möglichen Landschaftsformen vertreten: Sümpfe und Gebirge ebenso wie Wüsten und tropische Regenwälder. Der größte und beliebteste ist der Kakadu National Park im Northern Territory. Dort wurden die Busch-Szenen von Crocodile Dundee gedreht. Großartige Erlebnisse bieten auch der Bungle-Bungle-Nationalpark mit seinen bizarren Sandsteinformationen, der Mount-Buffalo-Nationalpark, den man auf dem Pferderücken erkunden kann, der Blue-Mountain-Nationalpark bei Sydney und die Karijini-Schlucht, in der man sich durch einen Wasserfall hindurch abseilen kann. Besonders unvergessliche Eindrücke bietet der Nationalpark, der das Great Barrier Reef umfasst. Allein die Begegnung mit einem der legendären Riesenzackenbarsche ist den Besuch wert.
Text © klack.de | Bilder © pilotguides.com
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Kartenausschnitt |
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Fotos aus dieser Episode |
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DVD-Cover dieser Episode |
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